Maschinen inklusive Werkzeuge bringen Erfolg

Während der Hausausstellung der Urma AG konnte man sich ein Überblick über die neuesten Werkzeugmaschinen des grössten amerikanischen WZM-Herstellers Haas machen. Hervorzuheben sind unter anderem die neuen Drehzentren DS-30, die ab sofort auch mit Y-Achse und Doppelspindel für die Komplettbearbeitung konfiguriert wurden. Im Werkzeugbereich der Urma AG finden die RX-Reibahlen enormen Zuspruch am Markt.

Läuft es in Deutschland im Werkzeugmaschinensektor bereits auf Hochtouren, hinkt die Schweiz wegen des starken Schweizer Franken nach wie vor etwas hinterher, das bestätigte Inhaber und CEO Urs W. Berner von der Urma AG, die in der Schweiz exklusiv Haas-Maschinen vertritt. Hauptproblem ist nach Aussage von U. W. Berner der starke Schweizer Franken: «Für unsere Kunden ist der starke Schweizer Franken eine wirkliche Belastung. Aus Sicht als WZM-Importeur geben wir die Währungsschwankungen allerdings direkt an unsere Kunden weiter.»

Seit sieben Jahren vertritt die Urma AG die Haas-Werkzeugmaschinen. Was zu Beginn etwas skeptisch beurteilt wurde, hat sich heute als perfekte Ergänzung zum Werkzeuggeschäft der Urma AG heraus kristallisiert, wie U.W. Berner bestätigt: «Die Akzeptanz der Haas-Maschinen ist nach sieben Jahren sehr hoch. Die Haas-Maschinen werden in der Medizintechnik, der Maschinenindustrie als auch in der Uhrenindustrie eingesetzt.»

Komplettbearbeitung dank Y-Achse

Auf grosses Interesse während der Hausausstellung stiessen die Haas Drehzentren der Modellreihe DS-30 die neu mit Y-Achse ausgestattet sind. Sie kombinieren die Doppelspindel und Y-Achse mit der C-Achse und den angetriebenen Werkzeugen zur Schaffung leistungsstarker Komplettlösungen, die in jedem Fertigungsbetrieb eingesetzt werden können. Die gegenüberliegenden Spindeln ermöglichen das voll synchrone Drehen und erlauben den fliegenden Werkstückwechsel zur Verkürzung der Zykluszeiten. Die Maschinen bieten in der Y-Achse einen Verfahrweg von 102 mm (±51 mm von der Mittelachse) für aussermittiges Fräsen, Drehen und Gewindebohren. Zur Grundausstattung gehören angetriebene Werkzeuge mit hohem Drehmoment und eine C-Achse mit Servo-Antrieb für vielseitige 4-Achsen-Bearbeitungen.

Perfekt: RX-Reibahlen

Der Werkzeugbereich des Unternehmens läuft seit längerem wieder auf hohem Niveau. Hier zeigt sich das der Export nach China immer grösser wird. Bei den Werkzeug-System-Lösungen (Ausdrehköpfe) macht China bereits etwa 20 % Umsatz.

Hervorragend läuft der Reibahlensektor der Urma AG, wie U.W. Berner dem SMM bestätigt: «Die RX-Reibahlen entwickeln sich ausgezeichnet. Wir haben in eine kleine moderne Fertigungsinsel investiert und fahren jetzt bereits zweischichtig, teilweise sogar dreischichtig um die hohe Nachfrage der RX-Reibahlen zu bewältigen. Hier müssen wir extrem genau fertigen. Die Schleifmaschinen wurden auf unsere Ansprüche hin entwickelt und die Messgeräte mit denen wir die Schneiden vermessen lösen bis in den Nano-Bereich auf. Hinzu kommt das wir eine hohe Temperaturstabilität haben müssen. So können wir im Tausendstel-Bereich höchste Qualität garantieren.»

Kooperationen für den Weltmarkt

Die RX-Werkzeuge sprechen vor allem Automobilzulieferer an. Die Urma AG konnte dank der Kooperation mit dem Werkzeughersteller Paul Horn in D-Tübingen die Werkzeuge hervorragend vermarkten. Die Paul Horn AG ist seit langem hervorragend in die Automobilindustrie technologisch integriert. In Japan ist es ebenfalls Dank der Kooperation mit dem japanischen Werkzeugspezialisten Sumitomo sehr gut angelaufen, wie U. W. Berner dem SMM bestätigt: «Wenn wir als kleines Schweizer Unternehmen in den Weltmarkt wollen, dann reichen perfekte Werkzeuge nicht aus. Wir müssen kooperieren mit starken Partnern vor Ort. Daran haben wir in den letzten Jahren intensiv gearbeitet.»

Investitionen geplant

Dank der hervorragend laufenden RX-Reibahlen wird bei Urma in den folgenden Jahren investiert, um die Fertigungskapazität für das Reiben zu erhöhen. Bereits jetzt wurde in ein benachbartes Grundstück investiert. U.W. Berner: «Jedes Jahr wollen wir die Produktivität im RX-Bereich um 50% erhöhen. Wir haben letztes Jahr 12000 Schneiden gefertigt, heute machen wir bereits 24000.»

Zum Originalbericht der Fachzeitschrift SMM