Urma AG feiert 50-jähriges Jubiläum

Die Urma AG kann ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Das Unternehmen hat sich in dieser Zeit vom reinen Lohnfertiger zu einem der bekanntesten Produzenten von Werkzeugsystemen für die Bohrungsbearbeitung entwickelt.

Vor 50 Jahren, 1962, gründete Willy Berner sein Familienunternehmen Urma mit Sitz in Rupperswil. Anfänglich noch reiner Lohnfertiger hat sich Urma bald auf die Entwicklung, Fabrikation und den Vertrieb von Werkzeugsystemen für die Bohrungsbearbeitung konzentriert. Die Marke Urma wurde schnell ein Inbegriff für höchste Stabilität und Leistung bei modularen Ausdrehsystemen. Mit der Übernahme durch Urs W. Berner wurde 1996 der Generationenwechsel erfolgreich vollzogen. Mittlerweilen hat das Unternehmen Tochtergesellschaften in Deutschland (1996), Brasilien (2000) und China (2003), sowie Lizenzfertigungen in den USA (seit 1987), Deutschland 2010 und Japan 2012. Urma beschäftigt in der Schweiz über 60 Mitarbeiter. Der Exportanteil liegt bei 85-90%. Tausende von zufriedenen Kunden in über 30 Ländern werden durch ein Netzwerk von selbständigen Spezialisten und UTC’s (Urma Technology Center) betreut, welche laufend im Urma Schulungszentrum mit den neusten Verfahren und Werkzeugtechnologien vertraut gemacht werden.

Bei Urma ist Qualität und Innovation eine Lebenseinstellung. Immer wieder machen die Urma Produkte-Entwickler mit innovativen Lösungen von sich reden. Einen Meilenstein setzte Urma mit Digi Tec, dem innovativen System für digitale Feinbohrköpfe. Mit diesem System lassen sich sämtliche Durchmesser über ein externes Anzeigegerät μm-genau verstellen.

Jahrelang schien es unmöglich, dass man die Schrupp- mit der Feinbearbeitung kombinieren kann. Auch hier zeigen die Urma Leute, dass sie gute Ideen clever umsetzen können. Mit Intra Max haben sie ein hochflexibles Werkzeugsystem gebaut, das nicht nur Vor- und Fertigbearbeitung kombinieren kann, sondern auch für die Aussenbearbeitung geeignet ist.

Zweites Standbein aufgebaut

Bis 2002 verfügte die Urma AG lediglich über das eine Standbein «modulare Werkzeugsysteme». Dieser Sektor macht heute am Gesamtumsatz weniger als 20% aus. Urs W. Berner: «In der Krise von 2001 hatten wir uns gefragt, was können wir machen um in Zukunft breiter aufgestellt zu sein und sind dabei auf das Reiben gestossen. Mit dem Reiben konnten wir uns auf eine neue Kundschaft ausrichten und unsere Kundenbasis entsprechend ausweiten.» Die Reibwerkzeugsysteme haben derart am Markt überzeugt, dass selbst Formel 1 Teams die Kurbelwellenbohrungen ihrer Motoren mit ihnen fertigen.

Mit der Entwicklung und weltweiten Patentierung der Circo Tec RX Reibwerkzeuge ist Urma ein grosser Wurf gelungen. Das Hochleistungs-Werkzeugsystem hat die Fachwelt durch ausgezeichnete Leistungswerte überzeugt. Dass es auch für ganz «normale» Anwendungen geeignet ist, versteht sich von selbst. Und hier liegt einer der grossen Vorteile von Urma: als Hersteller und Anbieter von Ausdrehsystemen, Reibwerkzeugen und Glattwalzwerkzeugen, bietet Urma eine einmalige Kompetenz in der Bohrungsbearbeitung.

Maschinenhandel als drittes Standbein

Das dritte Standbein – der Werkzeugmaschinen-Handel – wurde 2002 erstmalig konkret. Urs W. Berner: «Geliebäugelt hatte ich schon immer mit dem Werkzeugmaschinenhandel. Aber in 2002 war dank der engen Kontakte zum damaligen Europachef von Haas eine Integration des WZM-Handels spruchreif geworden. Aus heutiger Sicht - wir vertreten Haas seit 2003 im Franchising-System, exklusiv für die ganze Schweiz –war das ein strategisch hervorragender Schritt, den wir damals eher aus der Not heraus entwickelt hatten.» Urma hat sein eigenes Fertigungs Know-how konsequent im Maschinenhandel eingesetzt, was den vielen Kunden zugute kommt. Der Erfolg gibt Urma recht, aktuell sind über 800 Maschinen im Schweizer Markt installiert.

Urma ist nach 50 Jahren besser aufgestellt denn je. In technologisch starken Märkten wie Deutschland, USA und Japan seine Position zu halten ist anspruchsvoll. Das gelingt nur mit ausgezeichnetem Personal und entsprechendem Know-how. Urs W. Berner: «Wir sind ein Schweizer Unternehmen mit top ausgebildeten Mitarbeitern, die technologisch und sprachlich weltweit Spitze sind. Gutes Personal ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für unser Unternehmen.»

Zum Originalbericht der Fachzeitschrift SMM